Steißbeinfistel Erfahrung: So wurde ich das Ekelpaket los

Vorgeschichte, Fistel-OP und die Wundheilung danach

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Zum Thema Steißbeinfistel gibt es im Internet medizinische Artikel noch und nöcher. Auch verschiedene Hilfe-Foren wie „Gutefrage“ sind voll mit Fragen und Antworten geplagter wie geheilter Patienten. An dieser Stelle möchte ich alle Interessierten an meinem ganz persönlichen Erfahrungsbericht teilhaben lassen.

Alles begann mit einer kleinen Beule oder einem blauen Fleck, wie man es auch immer bezeichnen mag. Das ist jetzt ca. ein Jahr her. Woher sie kam? So genau konnte ich das zum damaligen Zeitpunkt nicht sagen. Heute vermute ich, dass es mit einem Sturz aufs Steißbein zusammenhing.

Sport ist Mord (oder ein Fistel-Garant)

Beim Versuch, mich mit einem Schlingentrainer fit zu halten, kam die Verankerung aus der Wand (man muss ich stark sein) und ich krachte mit Karacho auf den Boden. Glücklicherweise war noch eine Matte dazwischen, sonst wäre eine Steißbeinfistel wohl noch mein geringstes Problem gewesen.

Eine unbehandelte Steißbeinfistel geht nicht von alleine wieder weg
Meine unoperierte Fistel war äußerlich nur durch diesen blauen Fleck sichtbar

Als Hauptursache Nummer eins für Steißbeinfisteln werden eingewachsene Haare gesehen, aber auch Stürze und Prellungen in der Steißbeinregion sollen als Übeltäter in Frage kommen. Deshalb gehe ich heute stark davon aus, dass diese sportliche Übung der Auslöser war. Man sagt nicht umsonst „Sport ist Mord“, stimmts?

Da blaue Flecken in der Regel von alleine wieder verschwinden, dachte ich mir nichts dabei. Mein erster Fehler war, das Problem nicht als solches zu erkennen. So wuchs das gemeine Ding über Wochen und Monate zu einer Beule von stattlicher Größe heran.

Meine Steißbeinfistel ist ein Brodelnder Vulkan

Als die Haut an der Stelle irgendwann so gespannt war, dass sie drohte, jeden Moment wie ein brodelnder Vulkan auszubrechen, entschied ich mich zu einem Gang zum Hautarzt. Dieser stellte die Diagnose Sinus pilonidalis, also Steißbeinfistel. Noch vor Ort setzte der Arzt einen Entlastungsschnitt, bei dem die Fistel förmlich explodierte. Falls es nicht besser wird, müsse ich die Fistel chirurgisch entfernen lassen, bekam ich mit auf den Weg.

Wie bedrohlich eine unbehandelte Steißbeinfistel werden kann, sagt einem als Ottonormalpatient natürlich keiner. Also fuhr ich mit dem Rad nach Hause und freute mich einfach darüber, keine dicke Kugel mehr am Arsch zu haben. Insgeheim hoffte ich, dass sich die Sache damit erledigt hätte. Leider ging mein Wunsch nicht in Erfüllung.

Blöder, hartnäckiger Eiterbatzen

Zwar wurde die Beule nicht mehr so groß wie vorher, aber die Steißbeinfistel eiterte noch ein gutes halbes Jahr vor sich hin. Ausdrücken brachte immer nur kurzzeitig Linderung. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch das Einschmieren mit Weihrauch Anzeige, Zugsalbe Anzeige oder anderen „Wundermitteln“ nur bedingt etwas brachte, aber das kann bei Fisteln im Anfangsstadium ganz anders aussehen. Einfach ausprobieren.. Ähnlich verhielt es sich mit der Einnahme von Spirulina-Kapseln Anzeige (eine super gesunde Meeresalge), um den Körper von innen heraus zu entgiften. Zur Beseitigung der Steißbeinfistel konnte keines der frei verkäuflichen Produkte beitragen, zur Beruhigung der Haut schon.

Eingewachsene Haare lassen sich eben nicht einfach wegcremen. Abhilfe kann nur ein Arzt mit seinem Skalpell leisten, so bitter das auch klingen mag.

Und hier lag mein zweiter Fehler. Ich salbte, ich drückte und sonnte mich im Rotlicht, anstatt einen Fachmann ranzulassen. Nur durch einen dummen Zufall ging ich im Sommer 2017 überhaupt zum Arzt.

Jetzt machte die Steißbeinfistel Probleme

Schon im Frühjahr auf Mallorca bemerkte ich, dass mir die Sommerhitze immer größere Probleme bereitete. Mein Kreislauf spielte verrückt, ich schwitzte ungewöhnlich stark. Zuhause in Deutschland setzte keine Besserung ein. Stattdessen hatte ich eines Morgens so starke Kreislaufprobleme, dass ich zur Hausärztin marschierte. Ein altes Heilpraktiker-Muddelchen, das sich noch Zeit für seine Patienten nimmt. Glücklicherweise veranlasste sie umgehend eine Blutabnahme, sodass ich nach ein paar Tagen (währenddessen schluckte ich schon fleißig Antibiotika) schwarz auf weiß hatte, was mit mir nicht stimmte – ein erhöhter Entzündungswert (CRP) von 28,5 mg/l, normal sind 5 mg/l. Mein Körper kämpfte also gegen eine Entzündung an und der Übeltäter war schnell ausgemacht…

Die vermaledeite Steißbeinfistel!!! Sofort überwies sie mich zum Chirurgen, doch aufgrund der Urlaubszeit hatte – ungelogen – keine Praxis in meiner Nähe offen. Mir blieb nur der Weg ins Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt übrig, wo ich kurz darauf vorstellig wurde.

Merke: Nie von Robotern behandeln lassen

Eine roboterhafte Arzthelferin mit der Feinfühligkeit einer Kettensäge stellte mir allerlei Fragen zu meinem gesundheitlichen Werdegang, bevor sich gleich mehrere Ärzte an meinem Hinterteil zu schaffen machten. Arschbacken auseinander, rumdrücken, begutachten, Diagnose stellen. Jep, Steißbeinfistel. Muss operiert werden. Natürlich Fleischermethode, also alles aufreißen, rausschneiden und bei offener Wundheilung zuwachsen lassen. Noch als die ärztliche Fachkraft mich über die Behandlungsmethode rudimentär aufzuklären versuchte, lief mein bisheriges Leben wie in einem Film an mir vorüber. Meine erste Operation EVER lag vor mir, beinahe wäre ich mit meiner Doctorphobie vom Stuhl gekippt. Vermutlich war ich kreidebleich, zumindest starrte mich Miss Roboterfrau komisch an, als ob ihre elektronischen Leiterbahnen irgendwelche Anomalien registrierten.

Nützte aber alles nichts. Noch am selben Tag bekam ich einen Termin aufgedrückt und wurde zum Narkose-Vorgespräch gebeten. Mein Schicksal schien damit besiegelt gewesen zu sein. Keine Woche später sollte ich unters Messer.

Hilfe bei Tante Google

Meinen Ängst war es geschuldet, dass ich meine Lieblingstante kontaktierte. Ich wollte mich einfach nicht damit abfinden, dass ein radikales Rausschnippeln die einzige Möglichkeit sein sollte, sich der Fistel zu entledigen, so sehr ich sie auch liebgewonnen hatte. OK GOOGLE – nenne mir bitte alternative Behandlungsmethoden für Steißbeinfisteln!

Pit-picking und Laser waren die Vorschläge, die mir unmittelbar ins Auge sprangen. Also fackelte ich nicht lange und schrieb etliche Praxen von Berlin über Leipzig bis hin nach München an, die sich auf moderne Verfahren der Steißbeinfistel-Entfernung spezialisiert haben. Durch mein Herumgestöbere in diversen Hilfeforen bin ich außerdem auf den Namen Leonid Sverdlov gestoßen. Ein in Berlin ansässiger Chirurg, der mit einer minimal-invasiven Behandlungsmethode wirbt, die nahezu schmerzfrei sein soll

Der Arzt, dem die Steißbeinfistel-Patienten vertrauen

Dieser Mann stellte sich praktisch als meine einzige Rettung heraus, um dem Totalverlust meiner Steißbeinregion vorzubeugen, denn Arztpraxen mit oben genannten Verfahren waren entweder wegen Urlaubs geschlossen oder meldeten sich zu spät auf mein Hilfegesuch. Innerhalb eines Tages hatte ich die Antwort von Herrn Sverdlov im Mail-Postfach, mit dem ich fix einen Kennenlerntermin in Berlin vereinbarte. Den OP-Termin im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt sagte ich im selben Atemzug ab.

In der darauffolgenden Woche lag ich schon auf der Untersuchungspritsche. Es bestand kein Zweifel mehr daran, dass die Fistel raus musste. Allerdings wesentlich schonender als das ursprünglich geplant war. Herr Sverdlov war sehr verständnisvoll und klärte mich eingehend über das angewendete Verfahren auf.

Dazu heißt es auf seiner Webseite:

„Zuerst wird der Fistelkanal, wie üblich, mittels einer blauen Lösung gefärbt. Durch einen drei bis vier cm kleinen Hautschnitt wird das Fistelgewebe mit speziellen Instrumenten großzügig ausgeräumt, die Haut wird allerdings nicht abgetragen, sondern vorsichtig abpräpariert.

Der entstehende, oft ziemlich große Hohlraum unter der Haut wird dann unter Vergrößerung inspiziert, so können selbst die kleinsten Reste vom blau gefärbten Gewebe oder von Haaren sicher entdeckt und entfernt werden.

Nach dem Einführen einer dünnen Silikondrainage wird die Wunde vernäht oder mit speziellem Kleber versiegelt. Auch Eintrittsstellen von Haaren (Poren) werden entfernt und die Wunden dicht verschlossen. Am Ende des Eingriffs verbleiben also keine offenen Wunden.“

Leider war es nicht möglich, einen zeitnahen Termin zu bekommen, da das Fistelgewebe sich erstmal so gut es ging beruhigen musste. Zu diesem Zweck legte mir Herr Sverdlov Drainagen, durch die Flüssigkeiten nach außen abgeleitet wurden. Kurzerhand verwandelte sich meine Freundin in eine Teilzeitkrankenschwester, zu deren Aufgaben es gehörte, die Drainagen täglich mit einer Kochsalzlösung zu spülen.

Drei Wochen rannte ich also mit Schläuchen in der Steißbeinfistel herum, die mich mehr oder weniger stark in meiner Bewegungsfreiheit einschränkten. Aufs Rad setzte ich mich gar nicht mehr. Auch die Rückenlage beim Schlafen oder Rumlümmeln auf der Couch fiel mir schwer, sodass ich nur noch auf der Seite oder dem Bauch lag. Was tut man nicht alles für seine Fistel.

Die Operation rückte immer näher

Der 31. August 2017 war der Stichtag, der mich endlich von meinem Leiden befreien sollte. Wir verbanden es gleich mit einem Mini-Städtetrip durch die Hauptstadt. Je näher dieser Tag rückte, desto mehr machte ich mich wegen der bevorstehenden Vollnarkose verrückt. Würde ich sie überleben? Bin ich danach noch der Alte? Ist das Legen der Kanüle mit Schmerzen verbunden? Banale Fragen, die eigentlich unnötig waren, denn schließlich hatte ich (Gott sei Dank!) keinen Krebs oder eine andere Horror-Erkrankung, sondern lediglich eine Steißbeinfistel, die per se noch nicht lebensbedrohlich ist. Nur wenn sie beginnt sich zu entzünden, besteht die Gefahr einer Blutvergiftung (Sepsis). Wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist, mag ich jedoch nicht zu sagen.

In meinem Fall war es so, dass die Drainagen kaum Besserung brachten. Keine optimale Ausgangslage, doch die Fistel musste jetzt endlich raus. Ich hatte lange genug darauf gewartet.

Warten auf die Schlachtbank

Die Operation ging in einem ambulanten OP-Zentrum am Ku-Damm über die Bühne. Nach einem Vorgespräch mit dem Anästhesisten schlüpfte ich ins schicke OP-Hemdchen und schluckte erstmal zwei LMAA-Pillen, die bei meinem Glück natürlich keinerlei Wirkung zeigten. Ich war genauso aufgeregt wie vorher, döste auch nicht weg, wie es mir prophezeit wurde. Also wartete ich hellwach wie Schlachtvieh auf den Henker.

Schließlich wurde ich bei vollem Bewusstsein in den OP-Saal geschoben, wo mir der Anästhesist ein Narkose-Sauerstoffgemisch unter die Nase hielt. Ab da ist Filmriss. Irgendwann wachte ich in Seitenlage und mit reichlich gefülltem Blut-Auffangkanister am Körper auf, der direkt mit neuen Drainagen verbunden war. Den Rest des Tages verbrachte ich auf dem Hotelzimmer im Bett.

Bilder einer operierten Steißbeinfistel

Die zugenähte Wunde nach der Steißbeinfistel-OP

Tags darauf ging ich zur Nachkontrolle, wo mir Herr Sverdlov den Kanister entfernte. Lediglich die Drainagen blieben drin, und das gute zweieinhalb Wochen lang. In dieser Zeit wurde weiter kräftig gespült, desinfiziert, gepflastert. Eine Arzthelferin zog mir nach etwa anderthalb Wochen die Fäden. Zum Schluss blieben nur noch kleine Löchlein von den Drainagen übrig, die rasch zuwuchsen.

Empfehlungen für die Zeit nach der Steißbeinfistel-Operation:
Sitzkissen zur Entlastung Anzeige der Region
Wundsalbe Anzeige zur oberflächlichen Unterstützung des Heilungsprozesses
Narbensalbe Anzeige für später

Das Gröbste überstanden

Hatte ich Schmerzen? Jein. Ganz schmerzfrei war es nicht. Das konnte ich mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, denn unter der Haut wurde ja doch recht viel Fleisch rausgeschnippelt (siehe Foto). Sofern ich mich nicht großartig bewegt oder auf einen allzu weichen Stuhl gesetzt habe, war es aushaltbar.

Ein Bild der herausoperierten Steißbeinfistel
So sieht eine Steißbeinfistel aus, wenn sie einmal rausgeschnitten wurde

Heute erinnert äußerlich kaum noch etwas daran, dass ich mal an einer ziemlich ekligen Steißbeinfistel gelitten habe. Alles ist gut verheilt und ich hoffe, dass ich nie einen Rückfall (Rezidiv) erleiden werde. Deswegen immer schön den Popo rasieren und im Idealfall nicht zu enge Unterhosen tragen.

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Steißbeinfisteln gemacht oder seid ihr vielleicht gerade auf Arztsuche? Verratet mir gern eure Geschichte in den Kommentaren.

19 Kommentare
  1. Stefan sagt

    Interessanter Artikel, ich wurde bereits zwei mal operiert und beide Male wurde die OP-Stelle zugenäht. Zwei Monate nach der OP war dann schon wieder eine Öffnung da, aus der das Haar herausragt. Das war vor ca. einem Jahr. Ich hab mich dazu entschlossen, mich vorerst nicht mehr operieren zu lassen. Ich habe mich auch Enthaaren lassen (per Laser, sehr unangenehm). Bringt alles nix. Mein einziger Vorteil ist, dass die Fistel offen ist und so nicht volleitert. Ich bin immer noch auf der Suche nach einer alternativen Behandlung. Denn OP und nach zwei Monaten wieder von vorne beginnen habe ich keine Lust.

    1. Martin sagt

      Hallo Stefan,

      das klingt nach einer wirklich unangenehmen Leidensgeschichte. Ich kann dir nur raten, es bei Herrn Sverdlov zu versuchen, wie in meinem Artikel beschrieben. Die Kontaktdaten findest du hier: https://steissbeinfistel-erfahrung.de/alternative-steissbeinfistel-behandlung-op-aerzte-kliniken/

      Natürlich nur, falls du einen weiteren Anlauf wagen solltest. Aber irgendwann muss die Sache ja mal abgeschlossen werden. Ich für meinen Teil habe auch acht Monate nach der OP keinen Rückfall erlitten. Die Narbe zwickt und zwackt manchmal beim Sitzen, das war es aber auch schon.

      Was er anders macht, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Seine Methode scheint aber erfolgsversprechender zu sein und nicht zuletzt greift er auf einen breiten Erfahrungsschatz mit Steißbeinfistel-OPs zurück.

      Viel Erfolg! 🙂

  2. Caro sagt

    Interessanter Artikel , schön das du alles gut überstanden hast . Ich bin weiblich 29 und wurde am 23.3 notfallmäßig operiert. Ich hatte immer mal wieder Schmerzen am Steißbein, da ich Altenpflegerin bin dachte ich mir nichts dabei. Als ich so so so Mega schlimme schmerzen bekam das ich kaum noch sitzen oder liegen konnte ging ich abends ins KH . Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits innerhalb weniger Stunden eine dicke Beule am Steißbein bekomm. Kurze Untersuchung und sofort die Diagnose und ab in den Op unter Vollnarkose. Leider wurde bei mir die radikale Op gemacht. Ich hatte keine Zeit mehr um mich nach alternativen umzuhören. Als ich am nächsten Tag bei der Visite erfahren hab das der abszess die Größe einer Mandarine habe brach für mich fast die Welt zusammen .. Nun laufe ich seitdem mit einem riesigem Loch im Steiss Rum. Zwar hab ich keine schmerzen jedoch wünsche ich das wirklich nicht mal meinem schlimmsten Feind. Sollte ich das jemals wieder bekommen würde ich diese radikal op nie mehr machen lassen :-/

    1. Martin sagt

      Liebe Caro,

      erstmal Entschuldigung, dass ich deinen Kommentar erst jetzt freischalten konnte. Ich war im Urlaub. 😉

      Deine Geschichte klingt ja gar nicht gut und ist natürlich leider auch kein Einzelfall, weil die Schlachtermethode heutzutage noch weit verbreitet zu sein scheint.

      Falls du hier noch mitliest: Wie gut oder schlecht verläuft denn der Heilungsprozess deiner operierten Steißbeinfistel?

      Ich wünsche gute Besserung!
      Martin

      1. Caro sagt

        Hallo, jetzt nach Monaten habe ich den Beitrag wieder gefunden und dachte ich antworte mal 🙂 es hat knapp 4 Monate gedauert bis die Wunde zu war . Oft habe ich bei Wetter Umschwung Schmerzen an der Riesen Narbe ( ich dachte immer sowas sagen nur Omas , aber es ist wirklich so ) . Ich merke schon das ich eingeschränkt bin , ich hab vorher gerne enge Hosen getragen,das kann ich heute leider nicht mehr ertragen, da es sich einfach komisch anfühlt . Vielleicht dauert es auch einfach noch. :-/ Liebe Grüße Caro

  3. Robert sagt

    Hallo,
    Ich bin 33 Jahre alt und hatte meine erste op zwischen 2008-2009 Steißbein Fistel .
    Die op lief gut und meine Wunde ist ziemlich schnell wieder zugewachsen.
    Ende Mai 2016 kam wieder ne Fistel,also wieder ein Termin (dieses Mal beim Chirurgen) op Wunde offen jeden Tag abgeduscht frisch verbunden (das hat meine Frau dann jeden Tag gemacht, zweimal in der Woche zur Kontrolle beim Chirurgen.
    Die Wunde wollte und wollte nicht zuwachsen.
    Februar 2017 wurde dann festgestellt das in der Wunde sich eine Fistel gebildet hat,drauf der Chirurgen,diesmal machen wir radikal .
    Habe mich drauf eingelassen,28.02.2017 war dann die 2 te op,Und das gleiche Spiel wieder von vorne.
    Die und wollte wieder nicht Zuwachsen,Anfang November sagte der Chirurg das ich beim plastischen Chirurgen hin soll und mich da erkundigen soll ob die eine andere Möglichkeit haben.
    Der Plastische Chirurg hat mir dann gesagt das ich wohl Wundheilstörung habe,hat mir dann geraten einen limberglappen zu machen.
    Die Wunde wird innen wie außen zugenäht.
    Also habe ich das aus Verzweiflung gemacht,die op ist dann noch etwas schief gelaufen (Kamm nach der OP in ne nen Zimmer und 5 min.später Zuviel Blut verloren,also wieder runter und unter Vollnarkose wieder die Wunde aufgemacht desinfiziert und wieder zu gemacht,
    die Nähte sollten 21 Tage drinn bleiben.
    Keine 7 Tage später ist eine naht gerissen der Chefarzt meine wir lassen das erstmal offen und wird von alleine wieder zugehen.
    Am 21 Februar 2018 hatte ich wieder ein OP weil die Wunde nicht zugegangen ist.
    Diesmal halt nur die Wunde zunähen aber auch unter Vollnarkose.
    Und wieder 5 Tage später ist die gleiche naht gerissen wieder dahin haben sich das angekuckt und beschlossen das sie die naht erneut setzten ohne beteubung.
    1 Tag später ist die Naht wieder gerissen,seit dem ist meine Wunde immer noch offen.
    Ich habe bei der Aphotheke ein Wundheilungs Sprei gekauft 12 ML für 185 € das heißt LQD,das hat schon was gebracht aber leider ist in der Wunde noch ein kleine Loch endstanden .
    Diesmal habe ich ein anderen Plastischen Chirurgen aufgesucht,habe ihn meine Situation erzählt.
    Er meinte dann erst mal MRT (war Gott sei dank ok)
    Ob da noch andere hölen sich gebildet haben.
    Dann erzählt er mir das er nochmal einen Limberglappen machen möchte allerdings mit meinen eigen Fett,und wenn ich möchte mit PRP das heißt das zu dem eigen Fett mein Blut entnommen wird mit dem Blut vermischt und dann in die Wunde reingespritzt.
    Eigenen Beteiligung 500€ mir ist das Geld egal Hauptsache es hilft,
    Meine Frage hat jemand damit Erfahrungen gemacht???
    Ich weiß nicht mal ob das das richtige ist.
    Termin für die neue OP ist 22.06.2018
    Bitte um Hilfe
    Danke schon mal

    1. Martin sagt

      Hallo Robert,

      du hast ja eine echt krasse Krankheitsgeschichte. Mein Beileid! :-/

      Zu deiner letzten Frage kann ich leider nichts beisteuern. Aber vielleicht findet sich jemand, der Erfahrungen damit gemacht hat.

      Ich drücke dir alle Daumen, dass du bald endgültig deine Ruhe hast!

      Viele Grüße, Martin

    2. Sabina sagt

      Hallo Robert ich habe ähnliches mit meinem 16 jährigem Sohn erlebt . Die Wunde ging ein Jahr nicht zu . Der Arzt meinte es sei normal…..meine Befürchtung das da noch was drunter ist . Am 1 mai 2018 bestätigte sich meine Befürchtung . Ein neues Loch ?…ich lasse meinen Sohn nicht mehr auf die Schlachtbank ,wir waren zur Beratung in Nürnberg und am 18.6. wird er es mit dem Laser operiert bekommen . Ich hoffe das dann Ruhe ist .

  4. rd20 sagt

    Hallo Martin, es musste sehr schlimm und nervig gewesen sein. Interessanterweise scheint eine Steißbeinfistel bei jedem anders, bzw. unterschiedlich agressiv zu wirken. Bei mir ist es schon vor einem Jahr. Bis auf Eiterausfluss hatte ich keine Beschwerden. Nach der OP war die Fistel auch weg und alles war gut. Vor 2 Monaten jedoch, entdeckte ich eine neugebildete Steißbeinfistel. Obwohl sich diese wie man hört, nicht von selber heilen, schien dies der Fall zu sein. Die neue Steißbeinfistel war auch nicht sehr tief, sodass man die hinterste Wand aus der Nähe sehen konnte und sie hat sich auch tatsächlich von alleine geschlossen. Heute vor zwei Tagen tauchte eine Neue auf und gestern sah ich eine kleinere unter der neuen Fistel, es waren also zwei! Die erste hatte sich leicht ausgeweitet. Heute haben sich die beiden Fisteln zu einer größeren Öffnung verschmolzen, die ebenfalls nicht sehr tief ist und und scheint sich wieder von alleine zu regenerieren. Ich weiß nicht ob es sich hier um Fisteln handelt, aber sie zweigen Anfangs die selben Merkmale, scheinen sich aber selbständig zu schließen. Ich muss auch sagen, ich habe eine sehr schräge Sitzhaltung, sodass diese Stelle sehr belastet wird. Ich habe mir überlegt nochmal zum Arzt zu gehen um mich behandeln zu lassen, denn bisher habe ich gehört, dass sie sich nicht selbstständig heilen. Ich kann auch empfehlen sämtliche Belastungen am Steißbein, wie enge Hosen und schräge Sitzhaltung zu vermeiden, diese Stelle regelmäßig zu enthaaren und auszuwaschen. Dann müsste man auf einem sichereren Weg sein, um eine Neuentstehung zu vermeiden.

    LG

    1. Martin sagt

      Hallo „rd20“,

      danke für deinen Kommentar und die Erfahrung mit den Steißbeinfisteln. Schon interessant, wie unterschiedlich die Krankheitsverläufe sein können. Dass sich Fisteln selbst heilen können, glaube ich ehrlich gesagt auch nicht. Vielleicht können allenfalls die Symptome für einige Zeit „verschwinden“.

      Ich hoffe, dass du deine Steißbeinfisteln bald ein für alle Mal los bist!

      LG, Martin

  5. Jules sagt

    Hallo Martin,

    ich habe eine relativ banale aber mir angsttreibende Frage und zwar wie war das ziehen der Drainage?
    Ich werde wohl nach der Methode Karydakis operiert, bei der ebenfalls welche eingesetzt werden.

    Lg, Julian

    1. Martin sagt

      Hallo Julian, das Ziehen der Drainage war im Vergleich zu den „Tortouren“ der vorangegangenen Wochen und Monate ein Klacks (ich hatte mir vorher natürlich auch übelste Gedanken dazu gemacht). Erstmal war es bei mir so, dass ich die Drainage nur kaum bis wenig gemerkt habe. Schließlich zog mir meine Freundin die Drainage alle zwei, drei Tage ein Stückchen weiter raus. Irgendwann war sie so weit draußen, dass sie einfach von alleine komplett abgegangen war. Eine echte Erleichterung, wieder komplett „frei“ zu sein. Glaub mir, die Drainage ist überhaupt nicht schlimm! 😉

      Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Operation und dass du dich schnell wieder auf andere Sachen als so eine doofe Fistel konzentrieren kannst!

      1. Julian sagt

        Vielen Dank für die schnelle Antwort! Bei mir wird es wohl am Entlassungstag radikal herausgezogen?
        Ich hoffe mal die Ärzte sind ebenso feinfühlig.
        Wenn ich da noch einmal genauer Fragen darf, klebte diese Drainage irgendwie fest oder war die recht locker zu bewegen?

        Das ist eigentlich lächerlich aber ich habe einmal eine horrostory über Drainagen gelesen und seit dem hab ich da mehr Angst als vor der Operation

        1. Martin sagt

          Also die Drainage steckte recht locker drin, war nur außen von ein bisschen Pflaster fixiert. Wie gesagt, die Drainage ist ein Klacks gegen den Rest. :-)))

  6. Anis sagt

    Macht mir doch bitte keine Angst 🙁
    Ich 30 Jahre lebe bereits seit gut 3 Jahren mit einer Mini fistel am steisbein.
    Vor 3 Jahren aufgeplatzt , verschwunden , wieder gekommen , seit dem drücke ich sie mir selber stets raus ( schmerzt finde ich jetzt nicht so sehr , also ich drücke brutal auf die Beule drauf , wo andere mir schon den Vogel gezeigt haben und sagen das es eigentlich unmöglich ist und wie ich das aushalte …naja ) manchmal 3 wochen Ruhe , manchmal 3 Monate, sogar 6 Monate lang mal Ruhe gehabt . Aber sie kommt stets wieder …nun reicht es mir und mein Hausarzt sagt ich solle mal zum Hautarzt …mein Vorteil ich hab mir selbst schon ein Kanal gelegt sagte sie …wie so ein riss wo ich immer alles raus gedrückt habe .

    Morgen , in nicht mal 24 Stunden hab ich mein Termin und bin wegen euch total aufgeregt 🙁 schmerzen habe ich nicht wirklich welche , nur wenn ich drücke …hoffentlich wird es keine Horror Behandlung , ich klapp um wenn die sagt vollnarkose, hatte ich noch nie -.-
    Oman drückt mir die Daumen ! Hoffentlich unkompliziert und ambulant ohne Riesen op mit Narkose ^^

    1. Martin sagt

      Hallo Anis,

      drei Jahre sind eine wirklich lange Zeit. Erstaunlich, dass du nicht schon vorher zum Hautarzt gegangen bist, um Ruhe reinzubekommen. Ich möchte dir keine Angst machen, aber was du äußerlich am Steißbein siehst, ist vermutlich nicht ausschlaggebend. Eine „Mini-Steißbeinfistel“, wie du sie von außen siehst, kann in deinem Körper ganz anders aussehen. Ich hatte ja auch nur eine eitrige Beule, aber dann wurde mir eine mind. 10 cm lange Geschwulst rausgeschnippelt. Sowas muss behandelt werden, schließlich kämpft der Körper pausenlos gegen eine Entzündung an.

      Ich wünsche dir aber viel Erfolg, dass bei dir alles nicht so schlimm wird.

      Viele Grüße,
      Martin

  7. Robert sagt

    Hallo Sabin,ich habe nun die 6 OP hinter mir.
    Bei der letzten OP habe ich die PRP mit eigenblut Therapie gemacht.die ist eigentlich gutgelaufen bis September denn da habe ich auf einmal bemerkt das ich irgendwie Flüssigkeit verliere,habe dann meine Frau gebeten nachzugucken und Baaammm ein kleines löchschen…….
    Wie gesagt die PRP Eigenblut Therapie war gut Gatte keine offene Wunde mehr wie vorher.
    Naja muss mich mal jetzt erkundigen wie es weiter Gegnern könnte.
    Wünsche deinen Sohn alles gut,ich hoffe ihr bekommt das hin.

  8. Robert sagt

    Sorry sollte Sabina heißen ?

  9. Lisa sagt

    Hallo Martin,
    Ich leide seit August 2015 unter einer Steißbeinfistel und wurde bereits 2 mal operiert nach der radikalen Methode mit offener Wundheilung. Nach der ersten OP hat es fast ein Jahr gedauert, bis es ganz zu war. Da ist viel schief gelaufen, aber das würde jetzt zu weit führen. Ein paar Monate war ruhe. Aber dann kam die Fistel wieder. Also im November 2016 wieder eine Op. Wiedee heilte es nie so richtig zu. Es blieb immer eine Öffnung. Irgendwann resigniert man aber und findet sich damit ab. 2017 wurde ich schwanger und im Juni 2018 kam unserer Tochter zur Welt. Seit dem macht die Fistel wieder mehr Probleme. Ich war nun heute, nachdem ich aif deine Seite gestoßen bin, bei Dr. Sverdlov in Berlin. Er hat mir eine Drainage gelegt und ist zuversichtlich, das es ohne Op heilt. Ich bin gespannt.

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